Fachliteratur
Fremde DM-Preise wurden nicht in uro umgesetzt. Bitte kalkulieren Sie mit etwas mehr als halbem Preis!
Eine kurze Entwicklungsgeschichte
der Schriften, umfangreiche Schriftbeispiele, zu jeder Schrift Angaben über ihre
Entstehung (Schriftkünstler, Schriftschneider, Gießerei, Entstehungszeit) finden Sie in
dem mit hervorragendem Bildschmuck (Scherenschnitte, Holzschnitte) ausgestatteten Band
Kunstwerke der Schrift von Wolfgang Hendlmeier.
256 Seiten ca 17 × 24 cm, Leinen gebunden. ISBN 3-930540-09-6, 3. Auflage 1994.
Zu beziehen für 49,80 DM zuzüglich Versandkosten beim Bund für deutsche Schrift und Sprache,
Postfach 1110, D-26189 Ahlhorn.
Leider nicht im Handel erhältlich ist das Typografische Magazin, das Peter Gericke im Januar 1995 herausgab: 71 Tafeln mit 94 vollständigen Figurenverzeichnissen deutscher Schriften.
Über Herbert Post gibt ein Katalog erschöpfende Auskunft: ISBN 3-930195-22-4 schildert auf ausführliche und eindrucksvolle Art sein schöpferisches Leben. Zahlreiche Abbildungen und Berichte zur Entstehung seiner Schriften, aber auch seine gesamte grafische Lehrtätigkeit.
Albert Kapr Fraktur Form und Geschichte der gebrochenen Schriften. Erschienen ist das Buch 1993 im Verlag H. Schmidt in Mainz. Der Preis beläuft sich auf DM 68, die ISBN-Nr. lautet 3-87439-260-0. Das Buch ist zwar in einer Antiqua gesetzt, aber zumindest die (Zwischen-)Überschriften sind in der halbfetten Zentenar-Fraktur gesetzt. Kaprs Buch ist heute nicht mehr einfach zu finden, kann aber immer noch im Buchhandel bestellt werden.
Ein sehr umfangreiches und ausführliches typografisches Lexikon finden Sie im Weltnetz unter http://www.uta.fi/~trjusc/glossar.html. Autor und Betreuer: Jürgen Schopp
Viele Fachausdrücke zum Setzen,
Drucken usw. werden auch auf dieser Netzseite erläutert:
www.schriftgrad.de
Der Bund für deutsche
Schrift und Sprache gibt mit einer gewissen Regelmäßigkeit seine
Vereinszeitschrift Die deutsche Schrift heraus. Sie kann auch
von Nicht-Mitgliedern für 44 DM im Jahr (4 Hefte) bezogen werden. Berichtet wird über
Schriftkünstler, über Schriftgeschichte, über gute und schlechte Schriftgestaltung,
über besondere Vorkommnisse mit Bezug zur Schrift und Sprache.
Bestellungen mit Fernbild (Fax) bei der Geschäftsstelle in Ahlhorn, Nummer 04435-3623,
oder mit Elektronischer Post (E-Mail) zum Schriftleiter.
Mehr über die Zeitschrift im Netzauftritt
des BfdS.
Gut zu lesen und dabei sehr lehrreich sind drei volle Schreibmaschinenseiten aus der Feder von Dipl.-Ing. Fritz H. Jörn, Bonn: http://www.joern.de/tipsn98.htm
Kanzleischriften lesen
lernen?
Nur noch ganz wenige Exemplare: bitte anfragen!
Neben der Arbeit für eine Ortschronik entstand in Maden ein kleines Lehrbuch
für den ersten Umgang mit Urkunden aus dem 18. Jahrhundert: Das Lager-, Stück-
und Steuer-Buch der Dorfschaft Maden, Amt Gudensberg (Bezirk Kassel), etwa 1748
in Kanzlei-Kurrent und Lateinschrift geschrieben und im ersten Drittel des 19.
Jahrhunderts fortgeführt, wurde zeichengetreu in Druckschrift umgesetzt. Ablichtungen der
Urschrift und Umsetzung sind zeilengenau gegenübergestellt, so daß man nicht nur den
gedruckten Text schnell erfassen kann, sondern sich vor allem auch im Entziffern und Lesen
der Urschrift üben kann.
Das Heft mit 44 Seiten Urtext und ebenso vielen Seiten Umsetzung, mit einigen Seiten
ergänzenden Beschreibungen sowie Erläuterung einiger im 18. Jahrhundert gebräuchlicher
(lateinischer und deutscher) Bezeichnungen und Abkürzungen, wurde in Kleinauflage im
Format A5 hergestellt und zum Preis von 10 einschll. Versandkosten vertrieben.
Bestellungen können auch durch e-Post aufgegeben werden an Markwart
Lindenthal.
Kurrentschrift lesen und
schreiben lernen?
An der Saarland-Uni bietet Marcus Hahn einen Einführungskurs in Sütterlin-Schrift mit einigen Textbeispielen und 12 kurzen Lektionen.
Dort wird auch eine Sütterlin-Schrift zum Herunterladen angeboten. (Sie ist allerdings
nicht in der F-Belegung, sondern führt das Schluß-s statt des $-Zeichens).
Ein ähnlicher Kurs findet sich auch hier.
Grundwissen zu den gebrochenen Schriften vermittelt in tschechischer Sprache die mit vielen (deutschen) Schriftbeispielen gestaltete Weltnetzseite www.cz.fraktur.de
Deutsche Schreibschrift heißt ein Werk von Harald Süß, dem langjährigen Schriftleiter des BfdS, das der Augustus-Verlag Augsburg/München vor mehr als 5 Jahren auf den Markt brachte, und das auch im Jahre 2000 neu aufgelegt wurde. Das Lehrbuch (ISBN 3-8043-0372-2) für knapp 20 DM und das Übungsheft (ISBN 3-8043-0373-0) für knapp 10 DM bringen auf etwa 80 + 32 Seiten im Format 21 × 26 cm Lehrreiches und Unterhaltsames über die verschiedenen Schriftformen der Großeltern und weiteren Vorfahren. Dem Untertitel Lesen und Schreiben lernen werden Lehrbuch und Übungsheft voll und ganz gerecht. Wenn man diese Bücher zur Hand nimmt, muß man umso mehr bedauern, daß die Verwendung schöner Schriften im Weltnetz so viel Umstände macht. (Amazon liefert diese Bücher portofrei für genau 29.70 DM!)
Herzerfrischende Erklärungen und Berichte zur Fraktur im allgemeinen und auf Straßenschildern im besonderen, jenseits des bisher gewohnten bier-ernsten Lehrbuch-Stiles, schreibt Ralf Stelter in seiner Weltnetz-Postille NIKS3. Gut zu lesen, kompetent und fröhlich-frech.
Eine kurze, aber sehr treffende Erklärung der Eigenarten der Frakturschriften dazu in besonders schönen Bild-Schriftseiten finden Sie hier im Weltnetz: Tjalf Boris Prößdorf erklärt Ihnen, was Sie schon immer wissen wollten!
Fraktur mon Amour das ganz besondere Buch, auf das viele warteten. Endlich ist es da!
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