Judith Schalansky
Fraktur mon Amour

Eine Liebeserklärung an die gebrochenen Schriften.

648 Seiten mit über 300 Frakturzeichensätzen und Schmuckbuchstaben aus insgesamt 644 Fonts
Format 12,4 × 20 × 5 cm, 648 Seiten.
Flexcover aus schwarzem Kunstleder mit Prägung und Farbschnitt inkl. einer CD-Rom mit über 130 Fraktur-Schriftfonts
€uro 49,80 /  sFr. 79,80
ISBN 3-87439-696-7 [ab 2007-01-01 ISBN 978-3-87439-696-7]
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Jahrzehnte lebten sie am Rande des Vergessens allenfalls auf Wirtshausschildern und in Zeitungsköpfen. Heute feiern gebrochene Schriften in Mode, Grafikdesign, Musik und Trendkommunikation ein fröhlich-freches Comeback. Nike schreibt Fraktur. Und Reebok. Fraktur ziert Shirts und Plakate, Szene-Flyer und nackte Haut.

Und das, obwohl ganze Generationen behaupten, sie nicht lesen zu können, und sich das Gerücht der »Nazischrift« entgegen aller historischer Aufklärung hartnäckig hält. Es muß etwas dran sein an den Formen der Fraktur. Judith Schalansky stellt über 300 gebrochene Schriften vor, darunter sowohl die schönsten Klassiker in originalgetreuen Nachzeichnungen als auch zeitgenössische Neuschöpfungen. Mit Figurenverzeichnissen und einer freien Komposition zu jeder Schrift. Einer Verneigung vor der Schönheit der jeweiligen Form.
Sie lädt zum Entdecken des Formenreichtums ein. Und zur Renaissance und Connaissance der Fraktur.
Das handschmeichelnde Kunstlederbändchen mit pinkem Blattschnitt öffnet die Türen zu Jugendszenen und vergessenen Schätzen. Die beiliegende CD-ROM mit über 130 Fonts erlaubt es – auch dank der wichtigsten Satzregeln für gebrochene Schriften – der Lust auf diese Schriften gleich freien Lauf zu lassen.

Das Buch nimmt man nur einmal zur Hand – und legt es nicht weg, bevor man es durchgeblättert hat. Regelrecht gesundheitsgefährdend ist das!
Und dann diese grelle Farbe. Altrosa sagte man früher dazu. Pink sagen die Leute heute. Naja, ich bin ja von gestern.
Vielleicht fesselt das Buch mich gerade darum?
Sieht doch jede Schriftmuster-Seite, mit ermüdenden, halb zugekniffenen Augen betrachtet, aus wie die Titelblätter mittelalterlicher Prachtdrucke.
Und auf dem Gegenüber zeigt Frau Schalansky eine unerschöpfliche Vielfalt von Spielereien mit den Schriftzeichen, läßt alle Schwere des Bleisatzes vergessen!
ML